Inhalt

Lehrausflug der Klasse 3D : Hüttentage in Zans

Unsere Hüttentage in Zans

Die Tage vom 26.02.2018 bis zum 28.02.2018 verbrachten wir, die Klasse 3D in Begleitung der Lehrpersonen Frau Munter, Frau Schuster und Herrn Bürgstaller auf der Zanseralm im Villnösstal.
In aller Frühe, am Morgen des 26. Februars, traten wir dann, mit Koffern und großen Mengen an Gepäck, die Busreise an. Schon beim Umsteigen in Klausen bekamen wir einen kleinen Vorgeschmack auf die Temperaturen, die uns erwarten würden. In S. Magdalena endete unsere Fahrt vorerst. Sogleich fuhr ein Auto vor, dessen Fahrer sich als unsere Wildnis-Pädagogen herausstellten. Nach einem kurzen Kennenlernen erwartete uns eine Überraschung: Aufgrund eines Busstreikes war es nicht möglich, die Alm mit dem Auto zu erreichen und so mussten wir den Weg zu Fuß bestreiten. Glücklicherweise wurde unser Gepäck mit dem Auto der Wildnis-Pädagogen nach oben zur Hütte geschafft.
Nach einer 1 - stündigen Wanderung durch den Schnee erreichten wir dann die Hütte, die für die nächsten 3 Tage unser Zuhause sein würde. In der 1. Lagebesprechung wurden das Programm und die Verhaltensregeln vorgestellt. Nachdem wir das Organisatorische geklärt hatten, richteten wir uns gemütlich in unseren Schlafsälen ein. Nun war alles verstaut und wir konnten in der Gemeinschaft endlich unser mitgebrachtes Essen genießen. Auch der Arbeitsplan wurde ausgearbeitet und als wir knapp eine halbe Stunde später in warmer Winterkleidung vor der Tür standen, konnte es auch schon mit dem Nachmittagsprogramm losgehen.
Nach kurzer Wanderung durch den Schnee, erreichten wir eine Anhöhe, wo wir es zu unserem Vergnügen machten, auf dem Bauch über den Hügel zu rutschen. Wir wollten gar nicht mehr aufhören, doch wir mussten weiter und nach einigen Einführungen in die Baum - und Tierwelt Südtirols erreichten wir die Hirsch–Gehege und konnten einige Tiere beobachten. Schlussendlich endete unsere Rundwanderung wieder bei der Hütte, wo eine Dusche und warme Kleidung auf uns warteten. Die Gruppe, die für das heutige Essen zuständig war, machte sich sogleich an die Arbeit. Wir anderen vertrieben uns die Zeit gemeinsam mit irgendwelchen Spielen, bis das wohlverdiente Abendessen, Nudeln und Pudding, auf dem Tisch stand. Auch für das Abendprogramm war gesorgt. Eine Nachtwanderung stand auf dem Plan und so standen wir pünktlich um 20:30 auf der Matte. Schon ging es los. In einigen Abständen wurden wir in den Wald gesandt, der mit kleinen Teelichtern erleuchtet wurde. Die Wanderung gestaltete sich als abenteuerlich und entsprach nicht jedermanns Geschmack, glücklich über ein warmes Bett und hungrig auf Kekse kehrten wir nach Hause zurück und nachdem auch der Letzte von uns sich bettfertig gemacht hatte, ließen wir uns glücklich und müde vom langen Tag ins Bett fallen und schliefen auch bald darauf ein.


Nach der ersten, fast ruhigen Nacht in der Berghütte starteten wir mit viel Energie in den neuen Tag. Diese konnten wir gut gebrauchen, denn heute stand ein, ziemlich anstrengender Ausflug zur Gampenalm auf 2062 auf dem Plan. Nach einem üppigen Frühstück in der Gemeinschaft und einer kurzen „Lagebesprechung“ teilten wir uns in 3 Gruppen. Die einen übernahmen den Abwasch, die anderen die Vorbereitung für unser Mittagessen und der Rest von uns verzog sich auf die Zimmer, um den Rucksack zu packen und um sich warm anzuziehen, was unumgänglich war, bei – 20°C.
In der Küche wartete dann eine Art Buffet auf uns, an dem wir uns unsere spätere Jause zubereiten konnten. Als schließlich auch der Letzte sein Brot verpackt hatte und auch die Rodeln vor der Tür standen, machten wir uns an den Aufstieg zur Gampenalm, der laut Angaben 1,5 Stunden dauerte. Mit schwerem Rucksack und Rodel beladen, gestaltete sich das Wandern nicht so einfach und natürlich galt es auch der Mitarbeiterin für Integration, Frau Schuster, mit unserer Mitschülerin Luna zu helfen, die selbstverständlich auch am Ausflug teilnahm. Mit ausgesprochen guter Zusammenarbeit ließ sich beides leicht bewältigen. Nach langem Wandern waren wir dann doch froh, unser Ziel erreicht zu haben. Auf einer Anhöhe setzten wir uns auf unsere Rodeln und verzehrten unser Mittagessen, leider spielte das Wetter nicht so ganz mit, der Wind und die Kälte ließen uns relativ rasch wieder aufbrechen. Das Rodeln war sehr lustig, dennoch hatten manche von uns so ihre Schwierigkeiten auf dem Weg zu bleiben oder umstehenden Bäumen auszuweichen. Schließlich erreichten wir alle heil, gesund und gut gelaunt das Tal. Müdigkeit und Kälte schafften es allerdings nicht, uns den Spaß zu nehmen und den Hügel hinter dem Haus in eine Rodelbahn umzufunktionieren und uns in eine Schneeballschlacht zu vertiefen. Diejenigen von uns, die es lieber etwas ruhiger angehen ließen, stellten sich unter die warme Dusche und widmeten sich mit Enthusiasmus der Arbeit in der Küche. Dort wurde fleißig Brot gebacken und das spätere Abendessen zubereitet. Der Rest der Truppe traf sich im Gemeinschaftsraum, wo wir zusammen den vergangenen Tag besprachen, hatten wir doch soviel gesehen, erlebt und gelernt. Wir konnten an unsere Naturpädagogen Fragen stellen und das Erlernte nochmals wiederholen. Pünktlich um 18:00 kam dann das Essen auf den Tisch, wobei der Nachtisch große Beliebtheit genoss. Der Kaiserschmarren nahm zwar ziemlich viel von unserer Zeit in Anspruch, wurde dann mit großem Hallo begrüßt.
Um 20:00 Uhr sollten wir uns dann wieder im Gemeinschaftsraum treffen, um das Abendprogramm zu gestalten. Bis dahin vertrieben wir uns die Zeit mit einigen Gesellschaftsspielen. Später stellte sich dann allerdings heraus, dass wir ziemlich unvorbereitet auf den Abend waren und so teilten sich die Gruppen. Die einen machten draußen einen Spaziergang, die anderen vertrieben sich die Zeit mit dem Spiel „Werwolf“. Wir beendeten den Tag um Punkt 22:00 Uhr, unsere Pädagogin Regina Werlet, verabschiedete sich, da sie am nächsten Tag in aller Frühe abreisen musste und wir begannen uns bettfertig zu machen. Um 22:30 lagen wir dann alle müde vom anstrengenden und aufregenden Tag im Bett und verbrachten unsere letzte gemeinsame Nacht in der Hütte.

Viel zu schnell ging unsere Klassenfahrt zu Ende. Am dritten und letzten Tag, galt es, unserer Zimmer sowie den Rest des Hauses in Ordnung zu bringen. Zunächst packten wir unsere Koffer und machten uns dann in Gruppen an die Arbeit, das Haus zu putzen. Nach einem picknickartigen Mittagessen ging es wieder an den Abstieg. Unsere Mitschülerin sowie das Gepäck wurden per Auto ins Tal gebracht. Eines stand allerdings noch auf dem Plan: Der Besuch des Bergheimes in Zans, mit Führung und anschließendem alleinigem Erkunden. Viel zu schnell war es Zeit zu gehen: Die stressige Heimfahrt begann. Mit dem Bus fuhren wir zum Bahnhof. Leider verpassten wir den Zug und kamen so knapp eine Stunde später in Bozen an als erwartet. Dennoch: Ein gelungener Ausflug!